Wenn die Diagnose Krebs lautet, ist sie für Erwachsene schon schrecklich genug. Wenn es dann noch ihre Kinder betrifft, ist es für viele umso schwerer zu ertragen. Eine der häufigsten Krebsarten bei Kindern ist Leukämie, der so genannte Blutkrebs.
Über ein Drittel aller krebskranken Kinder in Deutschland leiden an einer Leukämie. Doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die Mut machen.
Viele Krebspatienten haben oft eine Odyssee hinter sich, die sie psychisch und physisch fordert, bis sie vielleicht doch Hilfe finden können. Hilfe, die gerade für Kinder mit Leukämie äußerst wichtig wäre, denn hier sind die Heilungschancen im Vergleich zu anderen Krebsarten höher. Die Leukämie-Spezialistin Charlotte Niemeyer von der Freiburger Uni-Klinik forscht über Leukämie und hat erfolgreiche Therapien für krebskranke Kinder mit etabliert. Acht von zehn Leukämie- kranken Kindern können heute laut Aussagen von Niemeyer geheilt werden.
Studien zeigen, dass das Verhalten der Kinder in der Krebstherapie anders ist, als jenes von Erwachsenen. Daher haben sie auch gute Heilungschancen. So vertragen Kinder mehr Chemotherapie. Oft helfen auch Stammzellen-Transplantationen, allerdings nicht immer.
Die Freiburger Uniklinik leitet eine Europäische Studie, die dokumentieren soll, was eine Zelle überhaupt zu einer Leukämie-Zelle macht. Zudem wäre es aus Sicht von Charlotte Niemeyer wichtig, das individuelle Erkrankungsrisiko verlässlich voraussagen zu können, um Möglichkeiten zu finden, das Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern.
Ausführliche Informationen über Kontakte und Behandlungsmöglichkeiten gibt es auf der Seite der Deutschen Krebshilfe: Deutsche Krebshilfe e.V.(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster)